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Behavioral Science

“Wouldn't economics make a lot more sense if it were based on how people actually behave, instead of how they should behave?” (Dan Ariely, Predictably Irrational)

Märkte bestehen aus einer Vielzahl einzelner Entscheider und sind durch deren Verhalten geprägt. Ziel unserer Research Group „Behavioral Science“ ist ein besseres Verständnis des Verhaltens von Marktteilnehmern sowohl auf Verbraucherseite als auch in Unternehmen. Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten stehen die Entscheidungsprozesse von Marktteilnehmern und deren Veränderung insbesondere durch den Einfluss neuer Technologien.

In Übereinstimmung mit dem einleitenden Zitat von Dan Ariely möchten wir untersuchen, wie sich Menschen unter realistischen Bedingungen tatsächlich verhalten und wie sie in eingeschränkter Zeit und mit begrenzten kognitiven Ressourcen Entscheidungen treffen. Dabei interessieren uns sowohl potentielle Entscheidungsverzerrungen und -unzulänglichkeiten, als auch die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Verstandes an sich verändernde Entscheidungsumgebungen und die geschickte Nutzung verfügbarer Informationen. Realistische Auffassungen von Konsumenten- sowie unternehmerischen Entscheidungen sind eine notwendige Voraussetzung dafür, um Markterkenntnissen Wirkung zu verleihen. Nur wenn von Entscheidern in Unternehmen Informationsbedarfe und deren Grenzen bekannt sind, können Marktforschungserkenntnisse verständlicher und wirksamer aufbereitet werden. Und nur wenn wir Entscheidungsprozesse und Bedürfnisse von Konsumenten besser verstehen, können diese Erkenntnisse dabei helfen, Produkte, Dienstleistungen und Einkaufsumgebungen den Wünschen und Vorstellungen der Verbraucher anzupassen.

Wir untersuchen unsere Forschungsfragen mit einer Vielfalt an Methoden, wie Befragungen, Labor-, Online- und Feldexperimenten, Beobachtungsverfahren (z.B. Mimik- und Stimmanalyse), Auswertung bestehender Datensätze, teilweise bis hin zur Entwicklungen von Prototypen. Um eine hohe Qualität unserer Forschung über eine große Bandbreite an Themen zu gewährleisten, kooperieren wir mit Experten auf den jeweiligen Gebieten aus der akademischen Welt. Zusammenfassend betrachten wir uns als unabhängige Quelle für evidenzbasierte Erkenntnisse über Marktentscheidungen sowie über neue Instrumente und Methoden, um solche Erkenntnisse zu gewinnen. Wir stellen der interessierten Öffentlichkeit unsere Ergebnisse und, wenn möglich, daraus abgeleitete Empfehlungen regelmäßig zu Verfügung. 

UNSER TEAM IM BEREICH BEHAVIORAL SCIENCE


Abgeschlossene Projekte:

·    Erfassen von Emotionen

·    Behavioral Economics 

·    Implizite Verfahren

·    Neuromarketing

·    Virtuelle Realität

·    Entscheidungsprozesse


Akademische Kooperationspartner in laufenden sowie abgeschlossenen Projekten:

/// KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT), INSTITUT FÜR INFORMATIONSWIRTSCHAFT UND MARKETING (IISM), PD DR. JELLA PFEIFFER: Zwei Forschungsprojekte: (1) Untersuchung von Kaufentscheidungsprozessen mit Hilfe von virtueller Realität und (2) experimentelle Validierung der Identifikation emotionaler Erregung mittels Stimmanalyse.

/// UNIVERSITÄT BIELEFELD, EXZELLENZCLUSTER KOGNITIVE INTERAKTIONSTECHNOLOGIE (CITEC), DR. THIES PFEIFFER: Untersuchung von Kaufentscheidungsprozessen mit Hilfe von virtueller Realität.

/// UNIVERSITÄT SÜDDÄNEMARK, DEPARTMENT OF SOCIOLOGY, ENVIRONMENTAL AND BUSINESS ECONOMICS, PROF. DR. MARTIN MEISSNER: Untersuchung von Kaufentscheidungsprozessen mit Hilfe von virtueller Realität.

/// UNIVERSITÄT GENF, SWISS CENTER FOR AFFECTIVE SCIENCE (CISA), PROF. DR. KLAUS SCHERER: Forschungsprojekt zu softwarebasierter Mimikanalyse für automatische Emotionserkennung.

/// UNIVERSITÄT AUGSBURG, EMBEDDED INTELLIGENCE FOR HEALTH CARE AND WELLBEING, PROF. DR. BJÖRN SCHULLER: Forschungsprojekt zu softwarebasierter Stimmanalyse für automatische Emotionserkennung.

/// FRAUNHOFER INSTITUT FÜR INTEGRIERTE SCHALTUNGEN IIS, GESCHÄFTSFELD BILDANALYSE UND MUSTERERKENNUNG, DR. JENS-UWE GARBAS: Forschungsprojekt zu softwarebasierter Mimikanalyse für automatische Emotionserkennung.

/// UNIVERSITÄT ERLANGEN-NÜRNBERG, LEHRSTUHL FÜR WIRTSCHAFTSTHEORIE, PROF. DR. VERONIKA GRIMM: Internationale Studie zur gegenseitigen Wahrnehmung von Vertrauenswürdigkeit, Ehrlichkeit und Fleiß verschiedener europäischer Nationen.

/// UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN, FACHGEBIET ALLGEMEINE PSYCHOLOGIE: KOGNITION, PROF. DR. MATTHIAS BRAND: Untersuchung sozialer Einflussfaktoren von Kaufentscheidungen.

/// UNIVERSITÄT ZÜRICH, LEHRSTUHL FÜR NEUROPSYCHOLOGIE, PROF. DR. LUTZ JÄNCKE: Studien im Bereich Neuromarketing unter Einsatz von funktioneller Magnetresonanztomographie zur motivationalen Wirkung unterschiedlich attraktiver Konsummarken.

/// UNIVERSITÄT DES SAARLANDS, INSTITUT FÜR KONSUM- UND VERHALTENSFORSCHUNG, PROF. DR. ANDREA GRÖPPEL-KLEIN: Entwicklung einer bildbasierten Skala zur Erfassung von Emotionen.

/// HARVARD-UNIVERSITÄT, PROF. DR. JOHN HAUSER: Untersuchung von non-kompensatorischen Modellen zur Vorhersage von Kaufentscheidungen.

/// UNIVERSITÄT HOHENHEIM, LEHRSTUHL FÜR MARKETING, PROF. DR. MARKUS VOETH: Weiterentwicklung von Conjointanalyse-Verfahren für komplexe Produkte.