Login

Emotionales Arousal: Eine Studie mit Filmtrailern

Emotionales Arousal und soziales Teilen: Eine Studie mit Filmtrailern

Emotionales Arousal ist verbunden mit dem Bedürfnis, Informationen mit anderen zu teilen, und kann zuverlässig in der Stimme erkannt werden. Das ist für die angewandte Verbraucherforschung von großer Bedeutung, insbesondere angesichts der jüngsten Verfügbarkeit von Software zur automatischen Erkennung von Arousal. In einem Experiment untersuchten wir, wie emotionales Arousal von intrinsischem Involvement abhängt, indem wir die Versuchspersonen Filmtrailer nach ihrer persönlichen Präferenz auswählen und anschließend mündlich besprechen ließen. Darüber hinaus wurde die Auswirkung von extrinsischen Belohnungen – in Form von monetären Anreizen – untersucht. Emotionales Arousal wird aus den mündlichen Besprechungen der Versuchspersonen zu ihren ausgewählten Trailern abgeleitet, zum einen automatisch durch einen validierten Klassifikator, zum andern durch menschliche Zuhörerinnen. Intrinsisches Involvement – d.h. die Besprechung des Lieblingstrailers – und extrinsische Belohnungen führen zu höherem Arousal in der Stimme aus der Sicht der Zuhörerinnen, welches mit häufigerem sozialen Teilen der Trailer und höherer Überzeugungskraft der Besprechungen zusammenhängt. Im Vergleich dazu zeigt das vom automatischen Klassifikator abgeleitete Arousal kleinere Unterschiede zwischen den experimentellen Bedingungen. Insgesamt unterstützen die Ergebnisse die Annahme, dass emotionales Arousal eine kausale Rolle spielt für die Entscheidung, eine Erfahrung sozial zu teilen. Dies macht emotionales Arousal zu einer relevanten Kenngröße für das Marketing.