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Der Faktor Mensch

Der Faktor Mensch: Wie formen Emotionen, mentale Modelle und Kultur Marktentscheidungen?

„Die menschliche Natur ist kein Problem, das sich durch Regeln und Vorschriften lösen lässt. Alle Lösungen bestehender Probleme müssen darauf basieren, wie sich Menschen verhalten, und nicht auf unserer Annahme, wie sie sich verhalten sollten.“ Kirk Chisholm

Im Zuge jahrzehntelanger Forschung hat man immer mehr Beweise gefunden, die das Konzept des Homo Oeconomicus untergraben: Die Annahme, sich der menschlichen Entscheidungsfindung über die erwartete Nutzenmaximierung annähern zu können, entspricht nicht der Realität. Um Entscheidungen verstehen, antizipieren und verbessern zu können, müssen Wunschdenken und veraltete Modelle durch eine realistische Vorstellung der Entscheidungsfindung bei Verbrauchern und Unternehmen ersetzt werden. Menschliches Entscheidungsverhalten wird oft durch mentale Modelle geleitet. Entscheidungen werden nicht isoliert getroffen: Kultur und soziales Umfeld – etwa wo wir aufwachsen oder wo wir arbeiten – prägen die Entscheidungsprozesse.

Am NIM befassen wir uns damit, wie sich Menschen in begrenzter Zeit und mit eingeschränkten kognitiven Ressourcen verhalten und wie sie Entscheidungen treffen. Dazu gehört die Untersuchung möglicher Entscheidungsfehler oder –mängel, aber auch der -wege, auf denen sich, in einer ständig verändernden Umwelt, die menschliche Kognition an Informationen anpasst und diese nutzt. Daraus ergeben sich vielfältige Forschungsfragen, denen die Forscher am NIM nachgehen:

  • Welche Rolle spielen Emotionen, Einstellungen, Kultur und mentale Modelle bei der Entscheidungsfindung und wie können sie gemessen werden?
  • Welche kulturellen Unterschiede können die Entscheidungsfindung beeinflussen? Und wenn solche Unterschiede bestehen, unter welchen Voraussetzungen kann man bei der Entscheidungsfindung in Gruppen wirklich von Diversität profitieren?
  • Wie wird die Übernahme und Nutzung neuer Technologien durch die emotionalen und kognitiven Bedürfnisse der Nutzer geprägt? Und wie können menschliche Bedürfnisse bereits bei der Entwicklung von Technologien berücksichtigt werden?

Unsere Projekte zu dem Forschungsthema: