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2006 - Was ist deutsch? - Deutsch

Das Image der Deutschen in Deutschland und in Europa
Ausgabe: 2006-05
Autor: Frank, Ronald

Inhalt

1. Einleitung
2. Besuchshäufigkeit von Deutschland und Kenntnisse der deutschen Sprache
3. Was verbindet man mit Deutschland und den Deutschen? 3.1 Was verbindet man mit den Menschen in Deutschland?
3.1.1 Ordnung, Fleiß und Zuverlässigkeit
3.1.2 Nette und freundliche Menschen
3.1.3 Arroganz und Pessimismus
3.1.4 Leistung und Wohlstand
3.1.5 Harte und ernste Menschen
3.2 Was verbindet man mit dem Land Deutschland?
3.2.1 Zweiter Weltkrieg und Nationalsozialismus
3.2.2 Wirtschaftsmacht und Handelspartner
3.2.3 Nachbar und Partner in Europa
3.2.4 Made in Germany
3.2.5 Deutsche Küche
3.2.6 Sehenswürdigkeiten in Deutschland
3.2.7 Wirtschaftliche, soziale und politische Probleme
3.2.8 Sozialstaat und Demokratie
3.2.9 Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte
3.2.10 Fußball und Sport
4. Die Eigenschaften der Deutschen
4.1 Gewissenhaftigkeit
4.2 Verträglichkeit
4.3 Offenheit und Optimismus
4.4 Kritik und Zurückhaltung
5. Fazit und Ausblick
6. Untersuchungsmethode
Quellen

Beschreibung

Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ist vom 2. Juni bis zum 3. Oktober 2006 eine kulturhistorische Sonderausstellung zu sehen, die sich mit der Frage “Was ist deutsch?” beschäftigt. Im Rahmen der fünf Themenfelder “Sehnsucht”, “Glaube”, “Vaterland”, “Geist” und “Charakter” werden Betrachtungen zu diesem Thema präsentiert. Weitere Informationen zu dieser Ausstellung sind auf der Internetseite dieser Sonderausstellung unter www.was-ist-deutsch.info zu finden. Der nachfolgende Bericht ist in leicht modifizierter Form auch Bestandteil des Ausstellungskatalogs: “Was ist deutsch? Fragen zum Selbstverständnis einer grübelnden Nation”, herausgegeben vom Germanischen Nationalmuseum.

Der GfK-Nürnberg e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum zum Jahresbeginn 2006 eine Befragung durchgeführt, die versucht, zum Themenfeld “Charakter” dieser Ausstellung “Was ist deutsch?” einen empirischen Beitrag zu leisten. Neben Deutschland fand diese Befragung in Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland, Tschechien und der Türkei statt. Dabei geht es weniger darum, völker-charakterologische Zuschreibungen im engeren Sinne zu erforschen, als vielmehr darum, mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und sechzehn Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands ein Bild von den Vorstellungen zu bekommen, die die Menschen in Deutschland über sich selbst und ihr Land haben. Diesem Selbstbild wird das Fremdbild, also das Bild, das die Menschen in anderen europäischen Ländern über die Deutschen haben, gegenübergestellt. Solche Images haben ja immer auch Normcharakter und prägen das Denken und Handeln gegenüber den Mitgliedern einer Gesellschaft – bewusst und unbewusst (vgl. Kleining 1963).