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Markenaktivismus

(Cass) Bayes Business School: Rebranding als Distanzierung von Sklaverei

Interview mit Caroline Wiertz, Professor of Marketing and Deputy Dean, Bayes Business School

Keywords: Rebranding, Namensänderung, Open Innovation, Authentizität

 

Abstract
Die Tötung von George Floyd durch einen Polizeibeamten im Juni 2020 rückte Marken mit historischen Verbindungen zu rassistischer Ungerechtigkeit ins Rampenlicht. Eine dieser Marken war die Cass Business School, Teil der City, University of London. Recherchen im Zuge der Proteste zeigten, dass der Namensgeber der Business School, Sir John Cass, ein großer Befürworter des Sklavenhandels war. Diese Tatsache führte zu einer heißen Debatte zwischen Befürwortern, die eine Namensänderung der Business School für einen moralischen Imperativ hielten, und Gegnern, die die Vernichtung von Markenwert befürchteten. Der Rat der Universität entschied schließlich für die Namensänderung, und die Schule firmiert nun als Bayes Business School. In diesem Interview gibt Caroline Wiertz, Professorin für Marketing und Leiterin der Projektgruppe für die Namensänderung, Einblicke in den offenen Innovationsprozess, in dem Cass die hochkomplexe Rebranding-Aufgabe umsetzte.

 

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