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Nachhaltiger Konsum

Der sozial verantwortliche Konsument – ein trojanisches Pferd des Neoliberalismus?

Craig Thompson und Ankita Kumar

 

 

Keywords: Politischer Konsum, Ethischer Konsum, Konsumentenverantwortung, Slow Food

 

Abstract:
Politischer bzw. ethischer Konsum gilt vielen als praktikables Mittel gegen Umweltzerstörung und sozioökonomische Ungleichheit, die durch Shareholder-Kapitalismus und CO2-intensive Lebensstile entstehen. Befürworter der Konsumentenverantwortung argumentieren, dass privatwirtschaftliche und freiwillige Lösungen, die auf der Eigeninitiative von Konsumenten beruhen, besser gegen gesellschaftliche Probleme wirken als gesetzliche, politische und regulatorische Eingriffe. Kritiker meinen jedoch, dass politischer Konsum die Probleme dieser Welt nicht lösen kann. Sie bezweifeln, dass marktwirtschaftliche Mechanismen Konsumenten ausreichend stärken, um erfolgreich soziale Ziele umsetzen und das Verhalten großer Unternehmen beeinflussen zu können. Die dargestellte Untersuchung der Slow-Food-Bewegung zeigt, dass marktwirtschaftliche Ansätze im Zusammenhang mit politischem Konsum nicht verurteilt werden müssen. Der politische Konsum ist kein Allheilmittel, aber er ist eines der vielen Teile des Puzzles einer nachhaltigeren Gesellschaft.

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Autor/en

Craig J. Thompson, Churchill-Bascom Professor of Marketing, Wisconsin School of Business, University of Wisconsin, Madison, WI, USA. craig.thompson@wisc.edu

Ankita Kumar, Assistant Professor of Markets, Innovation and Design, Freeman College of Management, Bucknell University, Lewisburg, PA. a.kumar@bucknell.edu