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Nachhaltiger Konsum

Gute Absichten – unüberlegte Kaufentscheidungen: Hindernisse für ethischen Konsum verstehen und überwinden

Rebecca Walker Reczek, Julie Irwin und Danny Zane

 

 

Keywords: Ethische Produkte, Ethischer Konsum, Nachhaltigkeit, Kaufentscheidung

Abstract:

Beim Kauf von alltäglichen Produkten ist es oft einfach, unangenehme Informationen wie solche über unfaire Produktionsbedingungen zu meiden. Konsumenten nutzen Coping-Strategien, um bei guter Laune zu bleiben und emotionalen Zwickmühlen zu entgehen, die z.B. bei Hinweisen auf schlechte Arbeitsbedingungen oder Umweltprobleme entstehen können. Konsumenten unterlassen nicht nur die Suche nach ethischen Informationen oder erinnern sich falsch an sie, sondern urteilen auch negativ über diejenigen, die diese Coping-Strategien nicht anwenden. Unternehmen können den unerwünschten kurz- und langfristigen Auswirkungen dieser Coping-Strategien entgegenwirken. Sie können Informationen über ethische Produktaspekte zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung bereitstellen und den Aufwand für die Beschaffung solcher Informationen verringern. Außerdem sollten Unternehmen davon absehen, ethischere und weniger ethische Konsumenten miteinander zu vergleichen. Das Timing und die Verfügbarkeit von ethischen Informationen sind entscheidend, um einen Teufelskreis zu verhindern. Personen, die selbst ethische Entscheidungen treffen, sind weniger geneigt, negativ über andere ethische Konsumenten zu denken, und motivierter, auch in Zukunft im Einklang mit ihren ethischen Überzeugungen zu entscheiden.

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Autor/en

Rebecca Walker Reczek, Berry Chair of New Technologies in Marketing, The Ohio State University, Columbus, OH, USA, reczek.3@osu.edu

Julie R. Irwin, Marlene and Morton Meyerson Centennial Professor of Business, The University of Texas at Austin, USA, julie.irwin@mccombs.utexas.edu

Daniel M. Zane, Assistant Professor of Marketing, Lehigh University, Bethlehem, PA, USA; dzane@lehigh.edu