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Nachhaltiger Konsum

Nachhaltiger Konsum: Mehr nutzen, weniger einkaufen

Daiane Scaraboto

 

 

Keywords: Nachhaltigkeit, Konsum, Mindshift, Degrowth, Kreislaufwirtschaft

 

Abstract:
Um eine nachhaltigere Wirtschaft zu entwickeln, benötigen wir eine neue Definition von Konsum: Konsumieren heißt nutzen, nicht kaufen. Unternehmen, die Konsumenten als Nutzer und nicht als Käufer verstehen, sollten intensiv darüber nachdenken, was sie tun können, um im Rahmen dieser Philosophie einen Mehrwert zu schaffen. Anstatt dem Planeten Ressourcen zu entziehen und immer mehr Waren für den klassischen Konsumkreislauf zu produzieren, sollten sie wertschöpfende Möglichkeiten entwickeln, um Ressourcen nach dem Konsum wiederzuverwerten. Sie sollten Dienstleistungen entwickeln, die Konsumenten dabei unterstützen, ihre Produkte länger zu nutzen.

Mehr Nachhaltigkeit kann zwar in manchen Fällen Spaß machen, aber die Menschen müssen sich auch mit der Tatsache abfinden, dass nachhaltiger Konsum nicht unbedingt bequem, billig oder schnell sein wird. Auch wenn Konsumenten und ihr Verhalten im Marktgeschehen eine Schlüsselrolle spielen, kann die Verantwortung nicht allein auf sie abgewälzt werden. Die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft erfordert ernsthafte Bemühungen zahlreicher Marktakteure und von deren Systempartnern.

 

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Autor/en

Daiane Scaraboto, Associate Professor of Marketing, University of Melbourne, Australia, dscaraboto@unimelb.edu.au