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GfK-Tagung 2008

Nürnberg, 04.07.2008

KLIMAFREUNDLICHER KONSUM: HERAUSFORDERUNG UND CHANCE FÜR HERSTELLER, HANDEL UND VERBRAUCHER

Der Klimawandel gilt als die globale Herausforderung unserer Zeit für Politik, Unternehmen – und Konsumenten. Der Weltklimarat hält in den Industrieländern eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 25 bis 40 Prozent bis zum Jahr 2020 für dringend erforderlich. Dabei ist auch der Verbraucher gefordert. Denn der Konsum der privaten Haushalte ist für knapp ein Viertel aller CO2-Emissionen verantwortlich. Ob beim Heizen, Kühlen, Kochen oder Wäschewaschen, beim Einkauf von Lebensmitteln und Getränken oder bei der Mobilität: Der private Konsum bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die CO2-Emissionen spürbar zu verringern.

Die GfK-Tagung 2008 hat dieses Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchtet: Zunächst zeigte der TV-Journalist Tom Buhrow, welche Aktivitäten zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase in den USA bereits heute realisiert sind, ob Kalifornien dabei eine Vorreiterrolle einnimmt, was der Einzelhandel dort tut, und inwieweit das Thema den amerikanischen Verbrauchern wichtig ist. Schließlich fragte er auch, was von einer künftigen US-Regierung beim Klimaschutz zu erwarten sei.

Anschließend zeigte Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, welchen Beitrag energie- und ressourceneffiziente Hausgeräte zur Minderung des CO2-Ausstosses bereits heute leisten und welches Potenzial an Energieeffizienz die europäische Hausgerätetechnik für die globalen Märkte bietet. Dabei stellte sich heraus, dass Konsum und Klimaschutz keine Gegensätze sein müssen.

Friedemann Stoeckle, Division Manager der GfK Marketing Services verfolgte anschließend die Marktentwicklungen energieeffizienter langlebiger Gebrauchsgüter. Dazu wertete er aktuelle Handelspaneldaten aus den Bereichen Hausgeräte, Unterhaltungselektronik und Computer aus Deutschland, Europa, Amerika und Asien aus. Im Koreferat mit ihm zeigte Thomas Bachl, Geschäftsführer der GfK Panel Services, anhand von Verbraucherpaneldaten auf, wie wichtig das Thema Klimaschutz im Markt der Fast-Moving-Consumer-Goods (FMCG) für den Verbraucher ist und dass regionale, saisonale und Bio-Produkte dadurch einen Wachstumsschub erhalten. Beiden standen zusätzlich aktuelle Befragungsdaten aus 10 europäischen, amerikanischen und asiatischen Ländern sowie Australien zur Verfügung.

Schließlich gab Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank Research, eine Antwort auf die Frage, welche Folgen für die verschiedenen Branchen wie Energiewirtschaft, das verarbeitende Gewerbe, die Landwirtschaft, die Bauwirtschaft oder den Dienstleistungssektor bereits jetzt absehbar sind und welche Wirtschaftszweige vom Klimawandel profitieren können.