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GfK-Tagung 2010

Nürnberg, 09.06.2010

ZWISCHEN PREMIUM UND BILLIG: KONSUM UNDKOMMUNIKATION IN DEN MÄRKTEN DER MITTE

Für Aristoteles war die Mitte den Extremen überlegen und schon der römische Dichter Horaz sprach von der goldenen Mitte. Auch wenn die Mitte oftmals eher unauffällig erscheint, so stellt sie doch den Kern der Gesellschaft und somit auch der Konsumenten dar. Und Produkte und Marken der Mitte sollen vor allem ihren Preis wert sein, müssen also „value for money“ bieten. Die diesjährige GfK-Tagung rückte diese sehr interessanten Märkte der Mitte in den Fokus.

Die GfK-Tagung 2010 näherte sich von unterschiedlichen Seiten der Mitte: Zunächst zeigte Prof. Dr. Gert G. Wagner, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, wie sich Einkommen und Vermögen der Mittelschicht in Deutschland seit Beginn der 90er Jahre entwickelt haben. Er legte dabei auch dar, in welchem Maß die Veränderung von Haushalts- und Familienstrukturen in der Mitte der Gesellschaft den privaten Konsum beeinflussen.

Anschließend stellte Dr. Wolfgang Adlwarth, Division Manager Strategisches Marketing, GfK Panel Services, eine aktuelle Analyse der Mitte für Fast-Moving-Consumer-Goods in Deutschland vor. Dabei zeigte sich, dass zahlreiche Mittemarken sich zwischen Premium und Discounter erfolgreich positionieren können. Und er untersuchte, ob die Haushalte und Konsumenten in den Lebenswelten der gesellschaftlichen Mitte auch die Marken der Mitte kaufen.

„0 oder 1 – gibt es eine Mitte in der digitalen Welt?“, von dieser Frage ausgehend spürte Jürgen Boyny, Global Director Consumer Electronics der GfK Retail and Technology, der Entwicklung der Mitte in einem von kontinuierlicher technischer Innovation getriebenen Markt wie dem der Unterhaltungselektronik nach. Aktuelle Markt- und Handelsdaten aus verschiedenen Ländern veranschaulichten am Beispiel des Marktes für Fernsehgeräte, wie sich die Mitte permanent verändert.

Schließlich gab Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Agenturgruppe, eine Antwort auf die Frage, wie werbliche Kommunikation in den Märkten der Mitte und für die Konsumenten in den Lebenswelten der Mitte erfolgreich sein kann. Und er zeigte an zahlreichen Bespielen, welche Inhalte und welche visuelle Anmutung kennzeichnend sind für die Werbewelten der Mitte.

Fotogalerie der GfK Tagung 2010