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Vortrag 1

Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung

ZUR INTEGRATION DER MIGRANTEN IN DEUTSCHLAND: SOZIAL, ÖKONOMISCH UND KULTURELL

Deutschland ist seit langem Einwanderungsland – und künftig werden gewiss noch mehr Menschen aus anderen Ländern und Kulturen nach Deutschland kommen. Denn unsere schrumpfende und alternde Bevölkerung braucht Fachkräfte aus dem nahen und fernen Ausland um wirtschaftlich stabil zu bleiben. Schon heute haben 19 Prozent der Bevölkerung einen „Migrationshintergrund“, das heißt, sie sind Ausländer oder haben die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt.

Jene Migranten, die einst als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kamen, hatten meist keine guten Bildungs- und Berufsabschlüsse. Weil zudem die Integration der Migrantenkinder lange Zeit kein wirkliches Thema war, mangelt es dieser Gruppe im Durchschnitt bis heute an ausreichender Qualifikation. Als Folge ist die Arbeitslosigkeit unter Migranten rund doppelt so hoch wie unter Einheimischen. Gerade dieser Umstand erschwert die Integration.

Allerdings verbessert sich die Lage von Migranten, zwar langsam, aber sicher. Das liegt auch daran, dass die Zuwanderer der jüngeren Vergangenheit mittlerweile bessere Abschlüsse vorweisen, als der Durchschnitt der einheimischen Bevölkerung. Migranten sind heute sichtbarer im öffentlichen Leben vertreten und Umfragen deuten auf eine wachsende gegenseitige Akzeptanz hin.

Kontakt Dr. Reiner Klingholz

reiner.klingholz@berlin-institut.org