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Führungskräftebefragung: Nur jeder zweite Topmanager hält Unternehmen für KI-ready
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt grundlegend – doch viele Unternehmen sind darauf noch nicht vorbereitet. Eine aktuelle Studie des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) und des St. Gallen Symposiums zeigt: Nur etwa jeder zweite Topmanager hält sein Unternehmen derzeit für fähig, KI verantwortungsvoll einzusetzen. Unter Nachwuchsführungskräften ist das Vertrauen noch deutlich geringer – hier teilt nur etwa jeder Vierte diese Einschätzung.
Für den „Voices of the Leaders of Tomorrow Report 2026“ (VOLOT) wurden 585 Nachwuchsführungskräfte unter 35 Jahren sowie 100 Topmanager aus weltweit führenden Unternehmen befragt.
Die größte Herausforderung besteht in Kontrolle und Steuerung
Die zentrale Herausforderung beim Einsatz von KI am Arbeitsplatz liegt aus Sicht der Befragten nicht im technischen Verständnis, sondern im praktischen Umgang: KI muss richtig eingesetzt, kritisch überwacht und zuverlässig gesteuert werden. Besonders schwierig ist dabei das Erkennen von Verzerrungen, Fehlern und unbeabsichtigten Folgen. Jede zweite Nachwuchsführungskraft und jede dritte erfahrene Führungskraft sieht hierin die größte Schwachstelle. Hinzu kommen häufig unklare Verantwortlichkeiten bei KI-gestützten Entscheidungen.
Fortbildungen und klare Regeln als Schlüssel
Wie können Unternehmen KI-ready werden? Aus Sicht der Befragten vor allem durch Qualifizierung und klare Leitlinien. Nachwuchsführungskräfte setzen besonders auf Training (64 %), während erfahrene Topmanager einen breiteren Ansatz verfolgen. In dieser Gruppe werden Leitlinien am häufigsten genannt (48 %), gefolgt von technischem Support (46 %) und Fortbildungen (43 %). Die Ergebnisse zeigen: Erfolgreicher KI-Einsatz erfordert nicht nur Technologie, sondern klare Rahmenbedingungen und konkrete Fähigkeiten im Arbeitsalltag.
„Führungskräfte sehen die Skalierung von KI nicht als rein technisches Problem. Entscheidend ist, KI im Arbeitsalltag nutzbar zu machen: durch den Aufbau entsprechender Kompetenzen, klare Regeln für KI-gestützte Arbeit und eindeutig geklärte Verantwortlichkeiten – etwa dafür, wer Ergebnisse überprüft, Entscheidungen validiert und bei Bedarf eingreift“, sagt Studienautor Dr. Fabian Buder vom NIM. Die Studie macht deutlich: Der Engpass bei KI liegt weniger in der Technologie als in der Organisation von Arbeit.
Über die Studie „Voices of the Leaders of Tomorrow”
Für die Studie „Voices of the Leaders of Tomorrow“ werden jährlich Nachwuchstalente aus dem internationalen Netzwerk des St. Gallen Symposiums sowie Senior Executives aus den umsatzstärksten Unternehmen weltweit zu ihren Perspektiven auf die großen Themen unserer Zeit befragt. Die Studie wird durch das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) in Kooperation mit dem St. Gallen Symposium durchgeführt.
Über das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e. V.
Das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. (NIM) untersucht an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, wie sich Konsumentscheidungen durch neue Technologien oder gesellschaftliche Trends oder die Anwendung von Behavioral Science verändern und welche mikro- und makroökonomischen Auswirkungen das für den Markt und die Gesellschaft hat. Ein besseres Verständnis von Konsumentscheidungen und ihren Auswirkungen hilft Gesellschaft, Unternehmen, Politik und Konsumenten, bessere Entscheidungen im Sinne der sozial-ökologischen Marktwirtschaft und des „Wohlstands für Alle“ zu treffen.
Das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen ist Gründer der GfK. Weitere Informationen unter www.nim.org und LinkedIn.
Über das St. Gallen Symposium
Das St. Gallen Symposium ist eine der weltweit führenden Initiativen für generationenübergreifenden Dialog. Es ermöglicht den offenen Austausch zwischen aktuellen Führungskräften aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und der nächsten Generation. Dabei verfolgt das Symposium das Ziel, verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Entscheide zu fördern. Das im Jahr 1969 von Studierenden gegründete Symposium bringt jährlich an der Universität St. Gallen rund 900 Teilnehmende aus aller Welt. Mit weiteren Impact Projekten stärkt das St. Gallen Symposium nachhaltiges Denken und generationenübergreifende Verantwortung.
Weitere Informationen unter https://symposium.org/, auf LinkedIn, Instagram, X, YouTube und Facebook.
Bei Fragen und für weitere Informationen zur Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Tobias Biró
Head of Research Communication
Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V.
Gründer der GfK
T: +49 911 951519-98 / E: tobias.biro@nim.org